Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Villen an der Adria - der Reiseratgeber für Österreich
ferienhauskroatien.at - Adria, Dalmatien, Istrien
Das römische Amphitheater von Pula im Abendlicht

Istrien

Ferienhäuser in Pula
und Umgebung

Ein römisches Amphitheater mitten in der Stadt, davor die Brijuni-Inseln, südlich das zerklüftete Kap Kamenjak - und dazwischen die Ferienorte der istrischen Südspitze.

Arena für 23.000 ZuschauerKap KamenjakBrijuni ab FažanaFlughafen in der Stadt

Pula ist keine Postkartenstadt, und das ist ihr Vorteil. Sie ist Hafen-, Werft- und Universitätsstadt mit rund 50.000 Einwohnern, in der ein römisches Amphitheater steht, als wäre es nie weg gewesen. Wer hier Urlaub macht, wohnt selten in der Stadt selbst, sondern auf der Südspitze Istriens - in Medulin, Banjole, Premantura oder Fažana. Von dort ist man in fünfzehn Minuten in der Arena und in fünf am Wasser.

Die Arena und das römische Pula

Das Amphitheater wurde zwischen dem letzten Jahrhundert vor und dem ersten nach Christus errichtet, zunächst aus Holz, unter Kaiser Vespasian dann aus istrischem Kalkstein. Es misst rund 132 mal 105 Meter, ragt an der höchsten Stelle 32 Meter auf und fasste etwa 23.000 Zuschauer - damit gehört es zu den sechs größten erhaltenen Amphitheatern der Welt. Erhalten ist vor allem der komplette äußere Mauerring mit seinen drei Bogenreihen, was in dieser Form selten ist.

Genutzt wird die Arena bis heute: Im Sommer finden dort Konzerte, Opernabende und das Filmfestival von Pula statt. Wer nur besichtigen will, kommt am besten früh - ab dem späten Vormittag treffen die Reisegruppen ein.

In der Innenstadt stehen weitere römische Bauten: der Augustustempel am Forum, der Sergierbogen als antikes Stadttor und Reste des Theaters am Hang. Darüber liegt das Kastell mit dem historischen Museum und Blick über den Hafen.

Das Amphitheater ist keine abgeräumte Sehenswürdigkeit, sondern eine Veranstaltungsstätte mit 2.000 Jahren Betriebsgeschichte.

Wo man rund um Pula wohnt

  • Medulin 10 km südöstlich

    Der größte Ferienort der Südspitze, an einer weiten, flachen Bucht. Sandiger und schlickiger Grund, ruhiges Wasser, viel Infrastruktur - für Familien mit kleinen Kindern die naheliegende Wahl in Istrien.

  • Banjole und Pomer 7 bis 10 km südlich

    Zwei ruhigere Orte zwischen Pula und Medulin, mit kleinen Fischerhäfen und Felsbuchten. Ferienhäuser stehen hier oft in zweiter Reihe mit Pool, das Preisniveau liegt unter dem von Medulin.

  • Premantura und das Kap Kamenjak 12 km südlich

    Der südlichste Zipfel Istriens. Der Ort selbst ist klein, dahinter beginnt das Schutzgebiet Kamenjak - Klippen, Dutzende Buchten, kein Bewuchs außer Macchia. Die Zufahrt erfolgt über eine Schotterstraße gegen Gebühr.

  • Fažana 8 km nordwestlich

    Ein kleiner Ort mit Uferpromenade und dem Fährsteg zu den Brijuni-Inseln. Ruhig, ohne großes Nachtleben, mit kurzen Wegen nach Pula und in die Weingegend um Vodnjan.

  • Vodnjan und das Hinterland 10 bis 20 km nördlich

    Steindörfer im flachen istrischen Hinterland, umgeben von Olivenhainen. Hier stehen die klassischen Steinhäuser mit Pool - deutlich günstiger als am Wasser, dafür mit zehn bis zwanzig Minuten Fahrt zum Strand.

Strände und Kamenjak

Rund um Pula ist die Küste flach und felsig. Betonplattformen, Kiesstreifen und glatte Kalkplatten wechseln sich ab; Sand gibt es nur in der Bucht von Medulin und in einzelnen flachen Abschnitten.

  • Kap Kamenjak - das Highlight der Region: rund dreißig Kilometer Küstenlinie mit Buchten, Klippen und klarem Wasser, ohne Bebauung. Am Ende der Halbinsel liegt die Safari-Bar, ein informeller Treffpunkt zwischen Macchia und Meer.
  • Medulin und Bijeca - flach, sandig, für kleine Kinder geeignet.
  • Verudela und Hawaii-Bucht - die Badezone der Stadt, mit Plattformen, Bars und Kiefernschatten.
  • Die Buchten bei Banjole - klein, felsig, ruhig, ohne Infrastruktur.

Der Nationalpark Brijuni

Vor der Küste bei Fažana liegt eine Inselgruppe, die seit Jahrzehnten Nationalpark ist. Die Anreise erfolgt mit dem Parkboot ab Fažana, die Überfahrt dauert rund eine Viertelstunde. Auf der Hauptinsel Veli Brijun führen geführte Touren über die Insel; dazu gibt es ein archäologisches Museum mit römischen und frühchristlichen Funden sowie eine Ausstellung zur Zeit, als Josip Broz Tito die Inseln als Sommerresidenz nutzte. Der Besuch ist nur im Rahmen des Parkangebots möglich - eigene Boote dürfen nicht anlegen.

Anreise

Pula liegt am südlichen Ende der A9, des westlichen Arms des Istrischen Ypsilons. Von Österreich kommt man über Slowenien und Koper oder über Rijeka und den Učka-Tunnel, für den eine gesonderte Maut von rund 4,50 Euro anfällt. Beide Wege nehmen sich für Pula wenig - für den Norden Istriens ist die slowenische Route deutlich kürzer.

Der Flughafen Pula liegt wenige Kilometer nordöstlich der Stadt und wird im Sommer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum angeflogen. Für eine Woche Südistrien ist Fliegen mit Mietwagen eine sinnvolle Alternative zur langen Autofahrt.

Küche und Wein im Süden Istriens

Die Südspitze Istriens hat eine eigene kulinarische Handschrift, die sich von der des Trüffel-Hinterlands unterscheidet. Prägend sind hier Fisch und Meeresfrüchte - der Fischmarkt von Pula ist ein Vormittagsbetrieb, und viele Konobas in Banjole und Fažana kochen, was am selben Morgen angelandet wurde. Dazu kommen die istrischen Grundnahrungsmittel: handgemachte Nudeln wie fuži und pljukanci, Wildspargel im Frühjahr, Schinken aus dem Landesinneren.

Rund um Vodnjan, wenige Kilometer nördlich, liegt eine der dichtesten Olivenbaumlandschaften des Landes; mehrere Erzeuger aus der Gegend stehen seit Jahren in den vorderen Rängen internationaler Bewertungen und verkaufen ab Presse. Der Wein dazu ist die Malvazija istarska, ein trockener, oft mineralischer Weißwein, und als Roter der kräftige Teran. Wer im Hinterland ein Haus mietet, hat die Güter praktisch vor der Tür - Verkostungen sind dort meist ohne Voranmeldung möglich.

Häufige Fragen

Lohnt sich Pula als Standort oder nur als Ausflugsziel?

Als Ausflugsziel für alle, die in Südistrien wohnen - die Stadt bietet Arena, Forum, Markt und Restaurants, aber kaum Ferienhäuser mit Garten. Gewohnt wird in Medulin, Banjole, Premantura, Fažana oder im Hinterland um Vodnjan.

Was kostet die Zufahrt zum Kap Kamenjak?

Für Fahrzeuge wird an der Schranke eine Tagesgebühr eingehoben, Fußgänger und Radfahrer zahlen nichts. Die Straßen im Schutzgebiet sind unbefestigt, staubig und für tiefergelegte Fahrzeuge unangenehm - viele stellen das Auto beim Eingang ab und nehmen das Rad.

Kann man in der Arena eine Veranstaltung besuchen?

Ja, im Sommer regelmäßig - Konzerte, Opern und das Filmfestival von Pula. Sitzplätze sind unbequem, die Kulisse macht das wett. Karten gibt es online und an der Tageskasse.

Wie kommt man nach Brijuni?

Mit dem Boot des Nationalparks ab Fažana, rund fünfzehn Minuten. Der Zugang ist an ein Ticket samt Inseltour gebunden; private Boote dürfen nicht anlegen. Für den Besuch sollte man einen halben bis ganzen Tag einplanen.

Was lohnt sich an einem Regentag?

Die unterirdischen Gänge unter der Stadt, das Archäologische Museum, das Kastell mit dem historischen Museum und - wenige Kilometer außerhalb - die Höhle Baredine im Norden Istriens. Pula hat als Universitäts- und Hafenstadt außerdem genug Cafés, Buchläden und Märkte, um einen Schlechtwettertag zu füllen, was den reinen Ferienorten der Halbinsel abgeht.

Ist die Gegend für kleine Kinder geeignet?

Die Bucht von Medulin ja - sie ist flach, sandig und windgeschützt. Kamenjak und die Felsbuchten bei Banjole sind für Kleinkinder dagegen ungeeignet: scharfkantiger Fels, tiefe Einstiege, keine Schatten. Badeschuhe gehören in Istrien grundsätzlich dazu.

Verwendete Quellen

  • Tourismusverband Pula, Arena und Amphitheater (pulainfo.hr)
  • Tourismusverband Istrien, Nationalpark Brijuni (istra.hr)
  • ADAC, Maut in Kroatien und Učka-Tunnel (adac.de)

Die Halbinsel dahinter

Rovinj, Poreč und das grüne Hinterland mit den Hügeldörfern liegen alle innerhalb einer Autostunde.

Istrien im Überblick