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Der Lungomare in Opatija mit Laternen und Villen über der Kvarner Bucht

Kvarner Bucht

Ferienhäuser in Opatija
und Umgebung

Der älteste Badeort der Adria, ein zwölf Kilometer langer Uferweg und ein Bergrücken im Rücken, der die Bora abhält - Urlaub hier funktioniert auch im April und Oktober.

Kurort seit 1844Lungomare 12 kmNaturpark Učka im RückenGanzjährig mild

Opatija ist der Ort, an dem der Badeurlaub an der Adria seinen Anfang nahm. 1844 baute der Kaufmann Iginio Scarpa aus Rijeka hier die Villa Angiolina und benannte sie nach seiner Frau. Vierzig Jahre später eröffnete das Hotel Kvarner als erstes Hotel der kroatischen Küste, und der europäische Adel begann, in einem Fischerdorf am Fuß der Učka zu überwintern. Von dieser Zeit sind Parks, Alleen, Uferwege und Villen geblieben - und ein Klima, das die Saison an beiden Enden verlängert.

Der Lungomare

Der Uferweg ist das Rückgrat der ganzen Riviera. Auf rund zwölf Kilometern verbindet er Volosko im Osten über Opatija und Ičići mit Lovran im Westen - fast durchgehend direkt am Wasser, an Badeplattformen, kleinen Häfen und Villengärten vorbei. Er ist beleuchtet, ganzjährig begehbar und wird von Einheimischen genauso genutzt wie von Gästen.

Praktisch heißt das: Wer irgendwo zwischen Volosko und Lovran wohnt, braucht für den Weg ins Zentrum, zum Baden oder zum Abendessen kein Auto. Das ist an der kroatischen Küste selten - die meisten Orte sind durch die Küstenstraße vom Wasser getrennt.

Zwölf Kilometer Uferweg ohne Autoverkehr - das gibt es sonst nirgends an der kroatischen Küste.

Die Orte der Riviera

  • Opatija Zentrum

    Villen aus der Habsburgerzeit, der Park Angiolina mit Kamelien und exotischen Bäumen, die Villa Angiolina selbst als kroatisches Tourismusmuseum und das Hotel Kvarner von 1884. Restaurants, Geschäfte und Konzerte das ganze Jahr über. Ferienhäuser stehen in den Hanglagen oberhalb der Küstenstraße.

  • Volosko östlich, am Lungomare-Ende

    Der alte Fischerhafen von Opatija, mit engen Gassen und einer Reihe sehr guter Restaurants. Kleiner und stiller als das Zentrum, zu Fuß in zwanzig Minuten dort.

  • Ičići und Ika zwischen Opatija und Lovran

    Zwei kleine Orte am Uferweg, mit Marina in Ičići und einem Kiesstrand in Ika. Ruhiger als Opatija, mit derselben Anbindung zu Fuß.

  • Lovran westliches Ende, 6 km

    Ein mittelalterlicher Kern über dem Hafen, umgeben von Kastanienwäldern und Kirschgärten. Im Oktober wird hier die Marone gefeiert, im Frühjahr die Kirsche. Für viele der angenehmere Standort - gewachsener Ort statt Kurbad.

  • Mošćenička Draga und das Hinterland 10 bis 15 km südwestlich

    Ein Kiesstrand in einer Bucht, darüber das Steindorf Mošćenice auf einem Felssporn. Von hier führen Wanderwege direkt in den Naturpark Učka. Die günstigste Ecke der Riviera.

Die Učka im Rücken

Der Bergrücken hinter der Küste ist Naturpark und der Grund, warum Opatija so mild ist: Er hält die Bora ab, die weiter südlich ungebremst auf die Küste trifft. Für Urlauber ist er vor allem ein Wandergebiet. Vom höchsten Punkt Vojak sieht man bei klarem Wetter über die gesamte Kvarner Bucht, nach Istrien, zu den Julischen Alpen und - bei sehr guter Sicht - bis nach Venedig.

Aufstiege beginnen in Veprinac, Lovran und Mošćenička Draga; die kürzeste Variante führt über die Mautstraße bis kurz unter den Gipfel. Das Besondere an dieser Gegend: Man kann vormittags baden und nachmittags auf tausend Meter Höhe wandern, ohne das Auto lange zu bewegen.

Strände und Baden

Die Küste ist felsig und steil. Gebadet wird von Betonplattformen, Leitern und aus kleinen Kiesbuchten heraus - der Lungomare erschließt Dutzende solcher Stellen. Die größeren Abschnitte liegen in Ičići, Ika, Medveja südlich von Lovran und in Mošćenička Draga. Medveja gilt als der schönste Kiesstrand der Riviera.

Sand gibt es nicht. Dafür ist das Wasser hier ungewöhnlich klar, weil keine großen Flüsse münden und die Küste steil abfällt. Badeschuhe gehören zur Grundausstattung.

Anreise

Opatija ist nach Istrien das am schnellsten erreichbare Küstenziel ab Österreich. Von Slowenien kommend führt die Autobahn bis Rijeka, danach sind es wenige Kilometer auf der Küstenstraße. Wer aus Zagreb anreist, nimmt die A6 durch den Gorski kotar. Für den Weg über Istrien fällt die Sondermaut des Učka-Tunnels von rund 4,50 Euro für Pkw an.

Der nächste Flughafen ist Rijeka auf der Insel Krk, rund vierzig Minuten entfernt; Ljubljana, Triest und Pula kommen als Alternativen infrage. Innerhalb der Riviera fahren Busse im dichten Takt, Parkplätze in Opatija selbst sind knapp und kostenpflichtig.

Küche zwischen Meer und Bergland

Die Riviera kocht anders als Dalmatien, weil hier zwei Landschaften aufeinandertreffen. Aus der Bucht kommen die Kvarner Scampi, die als besonders zart gelten und meist schlicht mit Olivenöl und Knoblauch zubereitet werden. Aus dem Bergland dahinter kommen Wild, Pilze und Lamm - Volosko und Lovran haben eine Restaurantdichte, die für Orte dieser Größe ungewöhnlich ist.

Dazu kommt ein ausgeprägter Jahreskalender: Im Frühjahr dreht sich in Lovran alles um Kirschen, im Oktober um die Marone - die Edelkastanien aus den Wäldern der Učka haben ein eigenes Fest, bei dem sie in jeder denkbaren Form serviert werden. Im Frühjahr kommt dazu der wilde Spargel, den man an den Hängen selbst sammeln kann. Für Urlauber in der Nebensaison ist das ein guter Grund, gerade dann herzukommen: Diese Wochen sind die kulinarisch interessantesten des Jahres, und die Restaurants haben geöffnet.

Häufige Fragen

Lohnt sich Opatija außerhalb des Sommers?

Ja, und das ist der eigentliche Unterschied zu Dalmatien. Hotels, Restaurants und Cafés haben ganzjährig geöffnet, der Lungomare ist auch im Februar begehbar, und im Park Angiolina blühen dann die Kamelien. Für Wanderungen auf die Učka sind April, Mai und Oktober die besten Monate.

Gibt es hier überhaupt Ferienhäuser mit Pool?

Weniger als in Istrien, aber es gibt sie - meist in den Hanglagen oberhalb der Küstenstraße zwischen Opatija und Lovran und im Hinterland Richtung Veprinac. Der Hang macht Meerblick vergleichsweise erschwinglich, weil die Häuser übereinander stehen.

Opatija oder Lovran?

Opatija für Auswahl, Konzerte und Abendbetrieb, Lovran für einen gewachsenen Ortskern, Ruhe und niedrigere Preise. Beide verbindet der Lungomare, zu Fuß ist man in gut einer Stunde von einem zum anderen.

Kommt man ohne Auto zurecht?

Besser als fast überall sonst an dieser Küste. Zwischen Volosko und Lovran verbinden Uferweg und Buslinie alle Orte, Rijeka ist per Bus angebunden. Für die Učka und Ausflüge nach Istrien oder auf die Inseln braucht man dann doch ein Fahrzeug.

Wie kommt man auf die Učka?

Mit dem Auto über die Mautstraße bis kurz unter den Gipfel Vojak, von dort sind es wenige Minuten zu Fuß. Wer wandern will, startet in Veprinac, Lovran oder Mošćenička Draga - der Aufstieg dauert je nach Route zwei bis vier Stunden und führt vom Meeresspiegel bis auf gut tausend Meter. Im Hochsommer früh losgehen, die Südhänge sind ab Mittag ohne Schatten.

Was ist von der Kurzeit übrig?

Mehr, als man erwartet: die Villa Angiolina samt Park und Tourismusmuseum, das Hotel Kvarner von 1884, zahlreiche Villen entlang der Hauptstraße und der Lungomare selbst, der in dieser Zeit angelegt wurde. Wer sich für die Geschichte der Donaumonarchie an der Adria interessiert, findet hier das dichteste Ensemble.

Verwendete Quellen

Die Region rundherum

Krk, Cres, Lošinj und Rab liegen alle in der Kvarner Bucht - drei davon per Fähre.

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