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Von Pinien gesäumte Uferpromenade an der Küste bei Poreč

Istrien

Ferienhäuser in Poreč
und Umgebung

Byzantinische Goldmosaike aus dem 6. Jahrhundert, ein römisches Straßenraster als Altstadt - und davor der am besten erschlossene Küstenabschnitt Istriens.

Basilika seit 1997 WelterbeZelena und Plava LagunaParenzana-RadwegHöhle Baredine

Poreč ist der Ort, an dem der istrische Tourismus am weitesten entwickelt ist - mit allem, was das mit sich bringt. Rund um die Stadt liegen große Resortzonen mit Hotels, Campingplätzen, Radwegen und einer durchgehend befestigten Uferpromenade. Wer Wildnis sucht, ist hier falsch. Wer eine Woche mit Kindern plant, in der alles zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sein soll, findet an dieser Küste kaum einen besseren Ort. Und in der Altstadt steht ein Bauwerk, das jeden Umweg wert ist.

Die Euphrasius-Basilika

Die Basilika stammt aus dem 6. Jahrhundert und wurde 1997 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Ihr Wert liegt in den Goldmosaiken der Apsis - byzantinische Arbeiten, die Szenen aus dem Leben Marias zeigen und zu den bedeutendsten ihrer Epoche im Mittelmeerraum zählen. Erhalten ist nicht nur die Kirche, sondern der komplette Bischofskomplex mit Atrium, Baptisterium, Bischofspalast und Glockenturm.

Die Altstadt drumherum folgt bis heute dem römischen Straßenraster des antiken Parentium: Der Decumanus verläuft in der Längsachse der Halbinsel von Ost nach West, die Cardo-Gassen kreuzen ihn im rechten Winkel. Wer die Hauptgasse entlanggeht, folgt der Trasse einer römischen Straße.

Zwei Jahrtausende Stadtplanung liegen in Poreč noch immer als Straßenraster im Boden.

Wo man rund um Poreč wohnt

  • Zelena und Plava Laguna 3 bis 6 km südlich

    Die großen Resortzonen: Hotels, Campingplätze, Ferienanlagen, dazwischen Kiefernwald und eine durchgehende Uferpromenade bis in die Stadt. Praktisch, aber nicht ruhig - und mit wenig echtem Ortsleben.

  • Funtana und Vrsar 7 bis 12 km südlich

    Zwei gewachsene Küstenorte auf dem Weg zum Limski kanal. Kleiner, persönlicher und mit eigenem Hafen. Vrsar liegt terrassenförmig über dem Wasser, Funtana flach an einer Bucht.

  • Tar, Vabriga und Červar 5 bis 10 km nördlich

    Der ruhigere Teil der Riviera, an der Mündung der Mirna. Ferienhäuser stehen hier oft mit Pool in zweiter Reihe, das Preisniveau liegt unter dem der Lagunen.

  • Nova Vas, Višnjan, Kaštelir 8 bis 15 km landeinwärts

    Das Hinterland mit Weinbergen, Olivenhainen und Steindörfern auf den Kuppen. Hier stehen die klassischen istrischen Ferienhäuser mit Pool und großem Garten - deutlich günstiger als an der Küste, mit zehn bis zwanzig Minuten Fahrt zum Meer.

  • Novigrad 15 km nördlich

    Ein eigenständiger kleiner Küstenort mit Stadtmauerresten, Fischereihafen und guter Küche. Für alle, die Poreč zu groß und das Hinterland zu abgelegen finden, der passende Kompromiss.

Strände und Uferpromenade

Die Küste bei Poreč ist flacher Kalkfels, der über Kilometer hinweg mit Betonplattformen, Leitern, Duschen und Kiesaufschüttungen erschlossen wurde. Das ist wenig romantisch, aber ausgesprochen praktisch: schattige Kiefern bis fast ans Wasser, flache Einstiege, Rettungsschwimmer, Bars und Spielplätze in kurzen Abständen.

Die Uferpromenade zwischen Plava und Zelena Laguna lässt sich vollständig zu Fuß oder mit dem Rad abfahren und verbindet die Badebuchten mit der Altstadt. Für Familien mit Kindern, die selbstständig unterwegs sein sollen, ist das ein deutlicher Vorteil gegenüber den steilen Küstenorten Dalmatiens. Badeschuhe bleiben trotzdem Pflicht - der Untergrund ist Fels.

Ausflüge

  • Höhle Baredine bei Nova Vas, zwischen Poreč, Višnjan und Tar - 132 Meter tief, mit unterirdischen Seen und Führungen durch fünf Hallen. Bei Regen oder großer Hitze die beste Alternative zum Strand.
  • Parenzana-Radweg - die stillgelegte Schmalspurbahn von Triest über Koper nach Poreč, rund 123 Kilometer durch drei Länder. Der istrische Abschnitt führt durch Tunnel, über Viadukte und durch die Hügeldörfer des Hinterlands.
  • Limski kanal - der elf Kilometer lange Meeresarm südlich von Vrsar, per Ausflugsboot oder vom Aussichtspunkt aus.
  • Motovun und Grožnjan - die Trüffel- und Künstlerdörfer des Mirna-Tals, eine gute halbe Stunde landeinwärts.
  • Novigrad und die Weinstraße - Malvazija-Güter zwischen Buje, Brtonigla und Kaštelir, viele mit Verkauf ab Hof.

Anreise

Poreč liegt an der A9, dem westlichen Arm des Istrischen Ypsilons, mit eigener Ausfahrt. Von Österreich ist es das am schnellsten erreichbare Küstenziel Kroatiens - der Weg führt über Slowenien, Koper und die Grenzübergänge im Norden Istriens. Die slowenische E-Vignette kostet für sieben Tage in Klasse 2A 16 Euro, wer über den Učka-Tunnel fährt, zahlt dort zusätzlich rund 4,50 Euro.

Der nächste Flughafen ist Pula, rund sechzig Kilometer südlich; Triest und Ljubljana kommen als Alternativen infrage. Innerhalb von Poreč ist die Altstadt Fußgängerzone, Parkplätze liegen am Rand und sind im Sommer kostenpflichtig und knapp.

Weinstraße und Olivenöl im Hinterland

Zehn Autominuten hinter den Lagunen beginnt eine Landschaft, die mit Badeurlaub nichts mehr zu tun hat: sanfte Hügel, rote Erde, Weingärten und Olivenhaine. Die Dörfer Kaštelir, Višnjan, Brtonigla und Buje bilden das Zentrum des nordwestistrischen Weinbaus. Angebaut wird vor allem Malvazija istarska, der trockene, oft mineralische Weißwein der Halbinsel, dazu Teran als kräftiger Roter.

Viele Güter haben Verkostungsräume und verkaufen ab Hof, häufig ohne Voranmeldung. Dasselbe gilt für die Olivenölerzeuger der Gegend, die regelmäßig in internationalen Bewertungen vorne stehen. Für den Ferienhausurlaub ist das ein handfester Grund, nicht direkt an der Lagune zu buchen: Wer im Hinterland wohnt, hat abends kurze Wege zu den Konobas der Dörfer - und zahlt für Haus und Grundstück einen Bruchteil dessen, was an der Küste verlangt wird.

Häufige Fragen

Lagune oder Hinterland?

Die Lagunen für alle, die alles fußläufig wollen und nichts gegen viel Betrieb haben. Das Hinterland um Nova Vas, Višnjan und Kaštelir für ein freistehendes Haus mit Pool, Ruhe und größerem Grundstück - dafür mit täglicher Autofahrt zum Strand.

Kostet die Euphrasius-Basilika Eintritt?

Für den Kirchenraum mit den Mosaiken sowie für Baptisterium, Museum und Glockenturm wird Eintritt verlangt, meist als Kombiticket. Der Aufstieg auf den Turm lohnt wegen des Blicks über das römische Straßenraster und die Küste.

Ist Poreč für kleine Kinder geeignet?

Ja, so gut wie kein anderer Ort in Istrien. Flache Einstiege, Schatten durch Kiefern, durchgehende Promenaden ohne Autoverkehr und dichte Versorgung. Was fehlt, ist Sand - der Untergrund ist überall Fels oder Kies.

Wie lang ist die Parenzana wirklich?

Die gesamte Trasse der ehemaligen Schmalspurbahn misst rund 123 Kilometer von Triest über Slowenien bis Poreč. Man muss sie nicht am Stück fahren - der istrische Teil lässt sich gut in Tagesetappen mit Start in Poreč oder Buje aufteilen.

Lohnt ein Abstecher nach Novigrad?

Ja, und zwar vor allem abends. Der Ort fünfzehn Kilometer nördlich hat Reste einer Stadtmauer, einen aktiven Fischereihafen und eine Restaurantdichte, die für seine Größe ungewöhnlich ist - Fisch kommt hier oft direkt vom Kutter. Als Standort ist Novigrad die ruhigere Alternative zu Poreč, mit denselben kurzen Wegen zum Hinterland und zur Weinstraße um Buje und Brtonigla.

Wann ist es hier am angenehmsten?

Juni und September. Im Juli und August sind die Lagunenzonen voll ausgelastet, im Mai und Oktober ist das Meer für die meisten zu frisch - dafür sind Radfahren auf der Parenzana und die Weingüter dann am schönsten.

Verwendete Quellen

  • Tourismusverband Istrien, Euphrasius-Basilika (istra.hr)
  • Tourismusverband Istrien, römisches Straßenraster (istra.hr)
  • Tourismusverband Istrien, Höhle Baredine (istra.hr)
  • ÖAMTC, Preise der slowenischen E-Vignette (oeamtc.at)

Das grüne Istrien

Motovun, Grožnjan und die Trüffelwälder liegen eine halbe Stunde landeinwärts.

Istrien im Überblick